Die meisten Betriebe, die bei mir anrufen, haben keine Frage zum Design. Sie haben drei andere: Was kostet das, wie lange dauert es, und wie viel Arbeit bleibt an mir hängen? Dieser Beitrag beantwortet alle drei mit Zahlen statt mit „das kommt darauf an“.
Kurz vorweg: Ein One-Pager ist meist in zwei bis drei Wochen online, eine mehrseitige Unternehmenswebsite braucht ein bis zwei Monate. Was beides kostet, hängt am Umfang. Eine Zahl nenne ich, sobald ich weiß, was gebraucht wird. Dein eigener Aufwand besteht aus einem Gespräch, ein paar Freigaben und deinen Bildern. Zusammen selten mehr als vier Stunden.
Vier von fünf Leuten suchen erst online, bevor sie jemanden beauftragen
Das ist keine Agenturbehauptung, sondern eine amtliche Zahl. 80 Prozent der Menschen zwischen 16 und 74 Jahren haben 2025 in den drei Monaten vor der Befragung im Internet nach Informationen über Waren und Dienstleistungen gesucht. Erhoben hat das das Statistische Bundesamt in seiner IKT-Erhebung, Stand 27.11.2025.
Wie das lokal aussieht, kann ich an meinen eigenen Zahlen zeigen. Für die Suche „webdesign in kerpen“ hat Google meine Seite in den vergangenen zwölf Monaten 605-mal angezeigt, für „webseite erstellen lassen kerpen“ 119-mal. Das sind Leute aus der Umgebung, die jemanden beauftragen wollen. Die Nachfrage ist also da. Die Frage ist nur, ob sie bei dir landet oder bei jemand anderem.
Nicht jeder Betrieb braucht eine neue Website
Bevor es um Geld geht, der unbequeme Teil. Wenn du seit zwanzig Jahren über Empfehlungen ausgelastet bist, niemanden einstellen willst und keine Übergabe planst, ist eine neue Website Geld ohne Anlass. Das kommt selten vor, aber es kommt vor, und dann sage ich dir das auch. Interessant wird es, sobald einer dieser drei Punkte kippt: die Auftragslage, die Personalsuche oder die Nachfolge.
Was es kostet und woran der Preis hängt
Ein One-Pager, also eine einzelne längere Seite mit allem Wichtigen, liegt deutlich unter einer mehrseitigen Unternehmenswebsite. Feste Zahlen nenne ich hier bewusst nicht, weil sie ohne den Umfang mehr verwirren als helfen.
Fünf Dinge entscheiden, wo ein Projekt in dieser Spanne landet:
- die Seitenzahl und wie viele Inhaltsbereiche gebraucht werden
- die Grundlage: Neubau, Überarbeitung oder Umzug einer bestehenden Seite
- die Inhalte: ob Texte und Bilder schon vorliegen oder erst entstehen müssen
- die Gestaltungstiefe und die Zahl der Abstimmungsrunden
- die Funktionen: Formulare, Buchung, Shop-Anbindung, Schnittstellen zu vorhandener Software
Bezahlt wird zur Hälfte bei Auftrag und zur Hälfte beim Livegang. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting und Domain, die zahlst du direkt beim Anbieter. Sonst nichts.
Was ich nicht mache: eine Zahl nennen, bevor ich weiß, was gebaut wird. Die Spanne oben ist ehrlich, ein Festpreis vor dem ersten Gespräch wäre geraten. Wenn dir jemand ohne Rückfragen ein Paket verkauft, verkauft er dir seine Vorlage und nicht deine Website. Eine ausführliche Aufschlüsselung findest du auf meiner Seite zum Webdesign in Kerpen.
„Ich habe keine Zeit und keine Ahnung von Technik“
Das ist der häufigste Satz nach der Preisfrage, und er ist auch der am leichtesten aufzulösende. Was ich von dir brauche, ist überschaubar:
- ein Gespräch von etwa 30 Minuten über deinen Betrieb und deine Kundschaft
- eine Freigabe der Seitenstruktur, die du als Liste bekommst und nicht als Design
- Fotos aus dem Betrieb, falls vorhanden
- eine Rückmeldung zum ersten Entwurf
Domain, Hosting, Technik, Rechtstexte, Ladezeit und Barrierefreiheit sind mein Teil. Du musst weder programmieren können noch dich mit einem Baukasten herumärgern. Nach dem Livegang bekommst du eine Einweisung von etwa einer Stunde, damit du Texte und Bilder selbst ändern kannst. 30 Tage lang repariere ich kostenlos, was erst im laufenden Betrieb auffällt.
Damit dich jemand findet, reicht die Website allein nicht
Hier kommt der Punkt, den ich an meiner eigenen Seite schmerzhaft gelernt habe. Für die Suche „webagentur rhein-erft-kreis“ stand ich auf Position 3 — und hatte trotzdem null Klicks. Das Ranking war nicht das Problem. Das Problem war, was hinter dem Treffer lag: ein Ratgeberartikel statt eines Angebots. Wer jemanden beauftragen will, klickt nicht auf einen Ratgeber.
Was lokal tatsächlich hilft:
- Ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit Adresse, Öffnungszeiten und Bildern. Das ist der größte einzelne Hebel und kostet nichts außer einer Stunde Zeit.
- Name, Adresse und Telefonnummer überall exakt gleich geschrieben — auf der Website, im Impressum, im Unternehmensprofil, in Verzeichnissen.
- Eine eigene Seite pro Leistung statt alles auf der Startseite. Google kann nur eine Seite pro Suchanfrage anzeigen.
- Nachbarorte im Fließtext nennen, nicht als eigene Ortsseiten. Eine Seite pro Gemeinde mit ausgetauschtem Ortsnamen ist eine Doorway Page und riskiert eine manuelle Abstrafung.
Und die ehrliche Einordnung zur Dauer: Lokale Sichtbarkeit wirkt in Monaten, nicht in Wochen. Wer dir Platz 1 in vier Wochen verspricht, verkauft dir etwas.
Baukasten, einzelner Dienstleister oder Agentur
Drei Wege führen zur Website, und keiner davon ist grundsätzlich richtig. Ich sage dir, wann welcher passt — auch dann, wenn ich dabei schlecht wegkomme.
Baukasten
Wix, Jimdo oder Squarespace kosten wenige Euro im Monat, und für eine reine Visitenkarte reicht das. Sinnvoll, wenn dein Budget klein ist, du selbst Zeit und Lust hast und die Seite nicht mehr leisten muss, als deine Adresse zu zeigen. Der Preis dafür: Du sitzt in dem System fest. Ein späterer Umzug bedeutet in der Regel Neubau, weil sich die Inhalte nicht sauber exportieren lassen.
Ein einzelner Dienstleister
Also der Weg, den ich anbiete. Du redest mit dem, der baut, Entscheidungen fallen im selben Gespräch, und es gibt keinen Aufschlag für Verwaltung. Die Grenze ist die Kapazität: Wenn du zeitgleich fünf Sprachen, einen Shop mit mehreren tausend Artikeln und eine Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem brauchst, bin ich der Falsche. Dann ist ein Team schneller, auch wenn es teurer ist.
Agentur
Sinnvoll bei großem Umfang, mehreren beteiligten Gewerken oder wenn du feste Reaktionszeiten vertraglich brauchst. Du zahlst mehr und redest mit einem Projektmanager statt mit der Person, die die Seite baut. Für einen Handwerksbetrieb mit acht Seiten ist das meistens überdimensioniert.
Drei Fehler, die ich am häufigsten repariere
Die Startseite erklärt das Unternehmen statt das Angebot. „Seit 1998 steht Familie Müller für Qualität und Zuverlässigkeit“ ist ein schöner Satz, aber er beantwortet keine einzige Frage des Besuchers. Der will wissen, ob du seine Heizung einbaust, ob du in seinem Ort arbeitest und was es ungefähr kostet. Die Firmengeschichte darf bleiben, aber weiter unten.
Der Kontakt ist versteckt. Telefonnummer als Bild statt als antippbarer Link, Formular mit zwölf Pflichtfeldern, und der Menüpunkt „Kontakt“ ganz rechts außen. Jedes zusätzliche Feld kostet Anfragen. Name, E-Mail und ein Freitextfeld reichen in fast allen Fällen.
Die Inhalte kann niemand pflegen. Texte, die als Bild eingebaut wurden. Preislisten als PDF statt als Seite. Zugänge, die beim vorherigen Dienstleister liegen. Das fällt erst auf, wenn sich etwas ändert — und dann kostet eine Kleinigkeit plötzlich einen Termin. Frag vor der Beauftragung, wer hinterher die Zugänge hat. Die richtige Antwort lautet: du.
Häufige Fragen
Was kostet eine Website im Rhein-Erft-Kreis?
Das hängt vor allem an der Seitenzahl, am Zustand deiner Inhalte und daran, wie individuell gestaltet wird. Eine feste Zahl steht im Angebot, nicht vorab im Blog, weil sie ohne den Umfang nichts aussagt. Nach einem Gespräch von etwa 20 Minuten bekommst du eine feste Zahl statt einer Spanne.
Wie lange dauert es, bis die Seite online ist?
Ein One-Pager braucht meist zwei bis drei Wochen, eine mehrseitige Website ein bis zwei Monate. Der längste Posten sind fast immer die Inhalte: Texte, Bilder, Preise. Wenn die vorliegen, geht der Rest schnell.
Muss ich Texte und Bilder selbst liefern?
Was du hast, verwende ich. Was fehlt, schreiben wir zusammen. Bei Bildern frage ich zuerst nach Fotos aus dem eigenen Betrieb, weil die fast immer besser wirken als gekaufte Stockbilder — auch wenn sie technisch schlechter sind.
Kann ich die Website später selbst ändern?
Ja. Texte, Bilder und einzelne Bereiche kannst du in WordPress selbst pflegen. Du bekommst eine Einweisung von etwa einer Stunde und danach eine kurze Anleitung für die Handgriffe, die du am häufigsten brauchst.
Der nächste Schritt
Der Punkt, an dem die meisten hängenbleiben, ist nicht die Technik, sondern die Frage, was überhaupt auf die Seite soll. Genau das gehe ich mit dir durch: wer bei dir anrufen soll, was diese Leute wissen müssen, und welche Seiten dafür nötig sind. Am Ende steht eine Liste, aus der sich Umfang und Preis ergeben. Das Gespräch dauert etwa 20 Minuten. Wenn du magst, schreib mir kurz.

